Baden-Württemberg - Bevölkerungsdichte - 2015

Verwaltung und Bevölkerung

978-3-14-100852-4 | Seite 21 | Abb. 2 | Maßstab 1 : 2.200.000
Baden-Württemberg | Bevölkerungsdichte | Verwaltung und Bevölkerung | Karte 21/2

Überblick

Mit fast 35 751 km² nimmt Baden-Württemberg ein Zehntel der Fläche Deutschlands ein und steht damit bei den Bundesländern hinter Bayern und Niedersachsen an dritter Stelle. Auf dieser Fläche lebten 2015 rund 10,72 Mio. Menschen. Zusammen mit Nordrhein-Westfalen und Bayern stellen die drei Bundesländer etwas über die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland.

Ganz anders stellen sich naturgemäß die Superlative der Bevölkerungsdichte dar: 2015 lag bei den Bundesländern Berlin mit 3891 Einwohnern je km² an erster Stelle. Auf den beiden nächsten Rängen folgten die Stadtstaaten Hamburg (2334 Ew./km²) und Bremen (1578 Ew./km²). Baden-Württemberg lag mit 300 Einwohnern je km² hinter Nordrhein-Westfalen (517 Ew./km²) und dem Saarland (385 Ew./km²) an dritter Stelle bei den Flächenländern und über dem Durchschnitt von Deutschland (227 Ew./km²).

Bevölkerungsdichte 2015

Das Bevölkerungswachstum und somit die Zunahme der Bevölkerungsdichte sind in Baden-Württemberg von 1952 bis 2015 zu rund 70 % auf Zuwanderungen zurückzuführen. Allein 1989 bis 1992 wuchs die Bevölkerung um 635 000 zugewanderte Neubürger. In keinem anderen Bundesland wurde damals eine dermaßen hohe Rate erreicht. Bis heute ist der jährliche Wanderungssaldo positiv geblieben, wenn auch mit deutlich geringerer Ausprägung. Noch nicht berücksichtigt ist die Zahl der Flüchtlinge. So hatten 2015 mehr als 100 000 Menschen in Baden-Württemberg einen Antrag auf Asyl gestellt.

Baden-Württemberg lockt damit, dass es zu Europas wirtschaftsstärksten Regionen gehört. Mit seiner innovativen Wirtschaftsstruktur ist es Zielgebiet vieler Arbeitssuchender, die zu großen Teilen die Städte ansteuern. Im Vergleich zu 1950 haben sich alle städtischen Räume deutlich ausgeweitet. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis Stuttgart über Heilbronn mit dem Rhein-Neckar-Raum bzw. über Pforzheim mit Karlsruhe „zusammengewachsen” sein und es dort gleichmäßig hohe Bevölkerungsdichten von über 500 Einwohnern je km² geben wird.

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