Baden-Württemberg - Bevölkerungsdichte - 1950

Verwaltung und Bevölkerung

978-3-14-100852-4 | Seite 21 | Abb. 2 | Maßstab 1 : 2.200.000
Baden-Württemberg | Bevölkerungsdichte | Verwaltung und Bevölkerung | Karte 21/2

Überblick

Mit fast 35 751 km² nimmt Baden-Württemberg ein Zehntel der Fläche Deutschlands ein und steht damit bei den Bundesländern hinter Bayern und Niedersachsen an dritter Stelle. Auf dieser Fläche lebten 2015 rund 10,72 Mio. Menschen. Zusammen mit Nordrhein-Westfalen und Bayern stellen die drei Bundesländer etwas über die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland.

Ganz anders stellen sich naturgemäß die Superlative der Bevölkerungsdichte dar: 2015 lag bei den Bundesländern Berlin mit 3891 Einwohnern je km² an erster Stelle. Auf den beiden nächsten Rängen folgten die Stadtstaaten Hamburg (2334 Ew./km²) und Bremen (1578 Ew./km²). Baden-Württemberg lag mit 300 Einwohnern je km² hinter Nordrhein-Westfalen (517 Ew./km²) und dem Saarland (385 Ew./km²) an dritter Stelle bei den Flächenländern und über dem Durchschnitt von Deutschland (227 Ew./km²).

Bevölkerungsdichte 1950

Die Karte zeigt eine zweigeteilte Ausbreitung der Bevölkerungsdichte: Im Zentrum und im Nordwesten des Bundeslandes sind mit den Großstädten Stuttgart, Mannheim, Heidelberg und Karlsruhe die höchsten Werte von über 500 Einwohnern je km² zu finden. Zwischen den Städten ist die Bevölkerungsdichte mit Werten von 100 bis 500 Einwohnern je km² ebenfalls hoch. Mit Ulm und Freiburg finden sich außerdem zwei isolierte Ballungen. Der Rest des Landes ist weniger dicht besiedelt, vor allem nördlich des Flusses Jagst und auf der Schwäbischen Alb zeigen sich die geringsten Werte. Bei der Volkszählung von 1950 ergab sich eine Bevölkerungszahl von knapp 6,5 Mio., was einer Bevölkerungsdichte von 181 Einwohnern je km² entsprach.

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzten in Deutschland Wanderungsbewegungen ein, die sich auch und gerade bei der Bevölkerungsverteilung in Baden-Württemberg niederschlugen. Anfangs waren es Flüchtlinge und Vertriebene, die im Südwesten Deutschlands eine Heimat fanden. Ab den 1960er-Jahren wanderten Gastarbeiter aus Südeuropa und anderen Ländern ein, um die freien Stellen des prosperierenden Landes zu besetzen. Der letzte große Zuwandererstrom erreichte Baden-Württemberg nach der deutschen Wiedervereinigung aus den neuen Bundesländern. Die Bevölkerungsdichte erhöhte sich stetig: 1960 waren es 216 Einwohner je km², 1980 war der Wert auf 259 Einwohner je km² gestiegen, 2000 lag er bei 294 Einwohnern je km².

D. Falk

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