Australien und Neuseeland - Temperaturen im Juli

Australien und Neuseeland - Wirtschaft

978-3-14-100870-8 | Seite 200 | Abb. 4 | Maßstab 1 : 84.000.000
Australien und Neuseeland | Temperaturen im Juli | Australien und Neuseeland - Wirtschaft | Karte 200/4

Überblick

Während in Teilen Indonesiens Jahresniederschläge von über 3000 Millimetern im langjährigen Mittel auftreten, sind sie in Australien zumeist deutlich geringer. Die höchsten Werte werden entlang der Ost-, Nord- und Südküste erreicht. Im Durchschnitt fallen hier zwischen 500 und 1000 Millimeter, im Stau des Australischen Berglandes sogar über 2000 Millimeter Jahresniederschlag. Das Innere und der Westen Australiens erreichen hingegen Werte von teilweise unter 250 Millimetern und sind daher durch eine ausgeprägte Trockenheit gekennzeichnet.

In Neuseeland und auf den pazifischen Inseln machen sich bei dominierenden Windrichtungen (Passat oder Westwinde) besonders Luv-Lee-Effekte an Gebirgen bemerkbar, die aber in der Karte wegen des Maßstabes nicht deutlich zu erkennen sind.

Monsun- und Passatströmungen

Im Südsommer beeinflusst der subtropische Hochdruckgürtel vor allem den Süden Australiens. Absteigende Luftmassen sorgen dort für stabile Hochdruck-Wetterlagen mit geringer Bewölkung und hoher Sonneneinstrahlung. Nur im Südosten können durch die Aufnahme von Wasserdampf über dem Ozean Niederschläge fallen.

Der Norden Australiens liegt im Sommerhalbjahr überwiegend im Einflussbereich des Südost-Passats. Gelegentliche Hitzetiefs sorgen dort für örtliche Wärmegewitter. Zwischen Dezember und Februar liegt die Innertropische Konvergenzzone (ITCZ) zwischen Nordaustralien und Indonesien. Dadurch wehen die Passate über den Äquator hinweg auf die Südhalbkugel und werden dort zu Nordwestwinden umgelenkt. Sie bringen den nördlichsten Teilen Australiens echte Monsunregen. An der Ostküste verursachen auflandige Winde im Einflussbereich der Passate Sommerregen ("Quasi-Monsun").

Im Südwinter verlagert sich der subtropische Hochdruckgürtel nach Norden. Nordaustralien liegt nun vollständig in seinem Einflussbereich. Niederschläge fallen deshalb höchstens durch Luv-Effekte entlang der Nordostküste. Das Innere des Kontinents ist durch eine sonnige, trockene Witterung gekennzeichnet. Weite Teile Südaustraliens gelangen auf der Südseite des Hochdruckgürtels in den Einfluss der außertropischen Westwindzone. Kaltfronten sorgen selbst bis ins Innere Australiens hinein für stürmisches Wetter und Niederschläge. Südlich von Perth und um Melbourne haben sich aus diesem Grund charakteristische Winterregengebiete ausgebildet.

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