Australien, Neuseeland - Niederschläge im Jahr

Australien, Neuseeland - Wirtschaft und Klima

978-3-14-100800-5 | Seite 202 | Abb. 2 | Maßstab 1 : 100.000.000
Australien, Neuseeland | Niederschläge im Jahr | Australien, Neuseeland - Wirtschaft und Klima | Karte 202/2

Überblick

Große Teile Australiens liegen solarklimatisch im Bereich der Tropen und Subtropen. Die Grenze zwischen ihnen verläuft in der Nähe des südlichen Wendekreises. Dabei prägt der dominierende Einfluss des südhemisphärischen Hochdruckgürtels das Klima weiter Teile des Kontinents. In Kombination mit Luv-Lee-Effekten und der Höhenlage entsteht so eine große Bandbreite klimatischer Verhältnisse zwischen trockenen und immerfeuchten Tropen sowie zwischen trockenen, sommerfeuchten und winterfeuchten Subtropen. Im Bereich von Tasmanien reicht Australien im Süden bis in die südlichen Mittelbreiten hinein, ebenso Neuseeland. Die pazifischen Inseln liegen – von wenigen Ausnahmen abgesehen – in den Tropen.

Niederschläge im Jahr

Die höchsten Niederschläge werden entlang der Ost-, Nord- und Südküste des Kontinents erreicht. Im Durchschnitt fallen zwischen 500 und 1000 Millimetern, im Stau des Australischen Berglandes sogar über 2000 Millimeter Jahresniederschlag. Das Innere und der Westen Australiens erreichen hingegen Werte von teilweise unter 250 Millimetern und sind damit durch eine ausgeprägte Trockenheit gekennzeichnet.

In Neuseeland und auf den pazifischen Inseln machen sich bei dominierenden Windrichtungen (Passat oder Westwinde) besonders Luv-Lee-Effekte an Gebirgen bemerkbar.

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Monsun- und Passatströmungen

Im Südsommer beeinflusst der subtropische Hochdruckgürtel vor allem den Süden des Kontinents. Absteigende Luftmassen sorgen dort für stabile Hochdruck-Wetterlagen mit geringer Bewölkung und hoher Sonneneinstrahlung. Nur im Südosten können durch die Aufnahme von Wasserdampf über dem Ozean Niederschläge fallen. Der Norden Australiens liegt im Sommerhalbjahr im Einflussbereich des Südost-Passats. Gelegentliche Hitzetiefs sorgen dort für örtliche Wärmegewitter. Zwischen Dezember und Februar liegt die Innertropische Konvergenzzone (ITC) im Meeresgebiet zwischen Nordaustralien und Indonesien (247.4). Dadurch wehen die Passate über den Äquator hinweg auf die Südhalbkugel und werden dort zu Nordwestwinden umgelenkt. Sie bringen den nördlichsten Teilen Australien echte Monsunregen. An der Ostküste verursachen auflandige Winde im Einflussbereich der Passate Sommerregen.

Im Südwinter verlagert sich der subtropische Hochdruckgürtel nach Norden. Nordaustralien liegt nun vollständig in seinem Einflussbereich. Niederschläge fallen deshalb höchstens durch Luv-Effekte entlang der Nordostküste. Das Innere des Kontinents ist durch eine heitere, trockene Witterung gekennzeichnet. Weite Teile Südaustraliens gelangen auf der Südseite des Hochdruckgürtels in den Einfluss der außertropischen Westwindzone. Kaltfronten sorgen selbst bis ins Innere Australiens hinein für stürmisches Wetter und Niederschläge. Um Perth und Adelaide haben sich auf diese Weise charakteristische Winterregengebiete ausgebildet.

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