Asien - Niederschläge - im Juli

Asien - Klima und Monsun

978-3-14-100382-6 | Seite 101 | Abb. 3
Asien | Niederschläge | Asien - Klima und Monsun | Karte 101/3

Überblick

Die Karte der Niederschlagsverteilung über Asien zeigt die deutlichen Unterschiede zwischen den ständig feuchten Tropen zum eher trockenen Inneren des Kontinents. In weiten Teilen Südostasiens und Indiens werden bei 1000 bis 3000 Millimetern Jahresniederschlag die höchsten Werte Asiens erreicht. In Innerasien gehen die Niederschläge durch die ausgeprägtere Kontinentalität, das heißt eine recht weite Entfernung zum Meer, und die Leelage zum Himalaya (Lage im Windschatten des Gebirges) zum Teil bis auf weniger als 100 Millimeter zurück. Die Wüste Gobi zählt dabei zu den trockensten Räumen Asiens. Im arabischen Raum macht sich der Einfluss der absteigenden Luftmassen des subtropischen Hochdruckgürtels stark bemerkbar. Beim Absteigen erwärmen sich die Luftmassen und bilden ein Hochdruckgebiet. Da wärmere Luft mehr Wasser speichern kann als kalte, lösen sich Regenwolken auf. Die warme, trockene Luft führt auch im arabischen Raum zu Jahresniederschlagsmengen von 100 Millimetern und darunter.

Sommerregengebiete

Die Niederschlagsmengen in Asien werden durch große Luftzirkulationen in der Atmosphäre beeinflusst. In den Gebieten nördlich des 40. Breitengrades überwiegt der Westwindjet. Auf dem Weg der Luftströmung von der Küste Europas ins Innere Asiens verlieren die Luftmassen viel Wasserdampf. Dadurch ist der Kontinent östlich des Urals im Jahresmittel eher trocken. Die Niederschläge entstehen hier vor allem aus sogenannter konvektiver Bewölkung: Über den im Sommer sehr stark erwärmten Landmassen bilden sich aus den aufsteigenden Luftmassen Wolken. Typisch für so ein kontinentales Klima ist, dass das Maximum der Niederschläge während des Sommers fällt. Südlich des Tibetanischen Plateaus und in Ostasien verbinden sich die Westwinde mit dem tropischen, niederschlagsreichen Klimaten der Passatwindzone. Innerhalb des Verbreitungsgebietes des sogenannten Ostasiatischen Monsuns kommt es vor allem zu sommerlichen Niederschlägen.

Tropen

Im nahe am Äquator gelegenen Malaysia, in Indonesien und in Teilen der Philippinen überwiegt der ständige Einfluss der Innertropischen Konvergenzzone (ITC). Innerhalb dieser Zone fallen ganzjährig hohe Niederschläge. Weite Teile Südostasiens und Indiens werden vom Monsun geprägt (siehe auch Karte 101.4 „Südasien – Jahreszeitlicher Monsun“). Das Klima wird durch den jahreszeitlichen Wechsel zwischen trockenen Nordostwinden aus dem Inneren Asiens im Winter und den sommerlichen feuchten Luftmassen des Südwest-Monsuns im Sommer bestimmt.