Asien - Bevölkerungsentwicklung

Asien - Staaten und Bevölkerung

978-3-14-100391-8 | Seite 98 | Abb. 2
Asien | Bevölkerungsentwicklung | Asien - Staaten und Bevölkerung | Karte 98/2

Überblick

Mit 1,40 bzw. 1,33 Milliarden Einwohnern haben China und Indien mit Abstand die größten Einwohnerzahlen Asiens und auch der Welt (Stand 2017). Aber auch Indonesien (264,0 Millionen Einwohner), Pakistan (197,0 Millionen), Bangladesch (164,7 Millionen), Japan (125,7 Millionen) und die Philippinen (104,9 Millionen) weisen Einwohnerzahlen von über 100 Millionen auf.

China

China, in den 1980er-Jahren ein noch unterentwickeltes Land, heute zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde (nach den USA), hat durch die Ein-Kind-Politik ab 1979 sein explosionsartiges Bevölkerungswachstum gebremst. Bis 2024 wird das Land nach UN-Schätzungen seinen Status als bevölkerungsreichster Staat der Erde an Indien verlieren, bis 2050 wird Chinas Bevölkerung vermutlich auf 1,36 Milliarden Einwohner zurückgehen, während Indiens auf 1,66 Milliarden ansteigen wird. Gegenwärtig verändert sich die Altersstruktur Chinas stark. Das Land steht vor großen demographischen und sozialen Herausforderungen: Trotz der Abkehr von der Ein-Kind-Politik sinkt die Zahl der jungen Leute, die der alten Menschen steigt dagegen. Zwischen den Geschlechtern besteht ein gravierendes Missverhältnis. So kamen zum Beispiel 2011 auf 100 Geburten eines Mädchens 118 Geburten eines Jungen, da die Geburt eines Jungen als sozial erstrebenswerter gilt und es nicht selten zu gezielten Abtreibungen kommt. Wirtschaftlich bedeutsam ist, dass die Ausgaben für Renten in Zukunft stark steigen, die Zahl der Arbeitskräfte aber zurückgehen wird.

Indien

Indien hat ein nicht ganz so beachtliches ökonomisches Wachstum wie China erlebt, zählt aber dennoch zu den am stärksten expandierenden Volkswirtschaften der Erde. Das Land verzeichnet mit seiner sehr jungen Bevölkerung den derzeit höchsten Bevölkerungszuwachs weltweit. Dieser Trend wird sich auch in den nächsten Jahren kaum abschwächen. Ursache dafür ist nicht die hohe Geburtenrate – die mit 16,2 Geburten pro 1000 Einwohner sogar leicht unter dem Weltdurchschnitt liegt –, sondern eine deutlich gestiegene Lebenserwartung und eine sehr junge Bevölkerung, also eine große potenzielle Elterngeneration.

Basiskarte

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Lebendige Karte

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