Apenninenhalbinsel - physisch

Apenninenhalbinsel – physisch

978-3-14-100782-4 | Seite 44 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 4.000.000
Apenninenhalbinsel | physisch | Apenninenhalbinsel – physisch | Karte 44/1

Informationen

Der Alpenraum
Die Alpen sind Teil des jungen alpidischen Faltengebirgsgürtels. Sie markieren als Hochgebirge sowohl klimatisch als auch historisch eine Grenze zwischen Mittel- und Südeuropa. Während sie im Süden zur Poebene scharf begrenzt sind, haben sie im Norden ein relativ breites Vorland, dessen Grenze etwa durch Donau und Aare markiert wird. Für den Alpenraum ist die Verbindung von Massiven sowie aus gefalteten und verschobenen Gesteinsdecken charakteristisch. Erstere sind aus den Schwellen des Geosynklinalmeeres entstanden, letztere aus dessen Trögen. Die Westalpen werden aus Massiven wie dem Montblancmassiv aufgebaut. In der Schweiz bilden sie zwei Zonen, die durch das Längstal der Rhone getrennt sind (u. a. Aaremassiv, Gotthardmassiv). Die Ostalpen bestehen aus drei Gebirgsketten: den Nördlichen Kalkalpen, den Zentralalpen (Tauern) und den Südlichen Kalkalpen; getrennt werden sie jeweils durch Längstäler (Inn, Salzach, Enns, Drau).

Südwesteuropa
Der südwestliche Mittelmeerraum wird durch das Nebeneinander von Hochgebirgslandschaften und dem Mittelmeer einschließlich seiner Inseln bestimmt.
Die älteren Gebirge stammen aus der variskischen Phase (Zentralmassiv, Kern der iberischen Halbinsel, Hochland der Schotts). Mit ihnen eng verzahnt sind die jüngeren Gebirge der alpidischen Phase (Kordillere, Pyrenäen, Alpen, Apenninen, Er-Rif, Atlas). Zwischen den europäischen und den nordafrikanischen Gebirgen liegt das Mittelmeer, dessen Inseln durchweg der alpidischen Phase zuzuordnen sind. Deren z. T. aktiver Vulkanismus weist ebenso auf eine aktive Tektonik hin wie schwere Erdbeben (vgl. 79.3). Zwischen den Gebirgen oder in sie eingebettet liegen große Ebenen (Po), Gräben (Rhone), Täler (Ebro) oder weitgespannte Becken (Kastilien). Sie sind von besonderer Bedeutung für Besiedlung und Wirtschaft, Gleiches gilt für die mehr oder weniger breiten Küstensäume.
M. Felsch