Anbau und Weg von Bananen

Südamerika - Landwirtschaft

978-3-14-100391-8 | Seite 161 | Abb. 4
 | Anbau und Weg von Bananen | Südamerika - Landwirtschaft | Karte 161/4

Anbau und Weg von Bananen

Bananen wachsen nicht an Bäumen, sondern an Stauden. Im Unterschied zu Bäumen haben Stauden keinen festen Stamm und nur sehr feine Wurzeln. An den bis zu sechs Meter hohen Stauden bildet sich der Fruchtstand. Am Fruchtstand wachsen viele einzelne Blüten, aus denen sich die Bananenfrüchte entwickeln. Die einzelne Frucht wird „Finger“ genannt und wächst zusammen mit weiteren Bananen an einem Bananenbüschel. An diesen sogenannten Bananenhänden wachsen bis zu zwanzig Früchte. Da Bananen als Obst sehr beliebt sind, werden sie auf Plantagen angebaut, um große Mengen ernten und verkaufen zu können. Auf den Plantagen werden die Bananen nach etwa drei Monaten Wachstum geerntet und direkt verpackt. Da ein Großteil der Ernte nach Europa transportiert wird, werden die Bananen geerntet, wenn sie noch grün sind. In den Frachtschiffen werden die Bananen bei 13,2 °C gekühlt. Dadurch vermeidet man, dass die Bananen schon reif sind, bevor sie im Supermarkt ankommen, denn der Transport nach Europa dauert 12–16 Tage. Bei der Ankunft der Bananen in den Zielländern, zum Beispiel in Deutschland, kommen die Früchte ein bis zwei Tage in Bananenreifereien. Bei 14–16 °C werden die Früchte in der Reiferei gelb und süß und können nun im Supermarkt verkauft werden.