Amerika - Wirtschaft

Amerika - Wirtschaft und Erschließung

978-3-14-100770-1 | Seite 196 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 36.000.000
Amerika | Wirtschaft | Amerika - Wirtschaft und Erschließung | Karte 196/1

Informationen

Zwei Wirtschaftsbündnisse vereinen den weitaus größten Teil der Wirtschaftskraft Amerikas: die NAFTA (Kanada, USA, Mexiko) in Nordamerika und der MERCOSUR in Südamerika (Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay, Venezuela). Mexiko vermittelt wegen seiner NAFTA-Mitgliedschaft zwischen Anglo- und Lateinamerika, die Hauptstadt ist das Zentrum Mittelamerikas.
Die außerordentliche Dominanz der US-Wirtschaft zeigt auch die Karte. Der hoch verdichtete Nordosten der USA mit den beiden Weltstädten New York und Chicago, Kalifornien mit den Weltstädten Los Angeles und San Francisco und der Nordwesten als Hightech-Zentrum sind Zentren der Weltwirtschaft. Ausgedehnte naturnahe Landschaften sind typisch für die Rocky Mountains. Die Wirtschaftszentren Kanadas sind de facto mit den US-amerikanischen verwachsen. Riesige Teile Kanadas sind nur dünn besiedelt.
Südamerika ist durch eine ausgesprochene Küstenorientierung gekennzeichnet. Die Ostküste zwischen Bahia Blanca und Belém ist der wichtigste Wirtschaftsraum, ergänzt durch ein Siedlungsband zwischen Caracas und Lima und die Agglomeration Santiago. Die Erschließung Amazoniens entlang den großen Flüssen und Straßen (Transamazônica) reduziert die gegenwärtig noch dünn besiedelte Fläche im Binnenland.

Wirtschaftliche Entwicklung der USA und Kanadas
Der Aufstieg der USA zu einer führenden industriellen und technologischen Wirtschaftsmacht begann in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts. Bereits vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs hatten die Vereinigten Staaten das bis dahin in der Industrieproduktion führende Großbritannien überholt. Zu der wirtschaftlichen Erfolgsgeschichte des Landes haben verschiedene Faktoren beigetragen: reiche Bodenschätze, die klimatische und landschaftliche Vielfalt, günstige politische Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Unternehmen und nicht zuletzt eine grundsätzlich positive Einstellung zur Arbeit, die ihre Wurzeln in der puritanischen Arbeitsethik der Gründerväter hat. Zu einem Innovationszentrum von Weltrang entwickelte sich in der Nachkriegszeit das kalifornische Silicon Valley, das heute eine einzigartige Dichte von Großunternehmen der Computer- und Informationstechnologien beherbergt.
Zu einer wirtschaftlichen Wachstumsregion ganz anderer Art entwickelt sich derzeit die kanadische Provinz Alberta, in der die weltweit zweitgrößten Ölreserven in gewaltigen Ölsandvorkommen schlummern. Der außerordentlich energieaufwendige Abbau dieser besonderen Art von Ölvorkommen ist erst in den letzten Jahren durch den starken Anstieg der Weltmarktpreise für Erdöl ökonomisch rentabel geworden, wirft aber eine Reihe von Fragen über seine ökologische Verträglichkeit auf.
M. Felsch

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