Altwarmbüchen - Verbraucher- und Fachmärkte

Region Hannover

978-3-14-100700-8 | Seite 32 | Abb. 2 | Maßstab 1 : 15.000
Altwarmbüchen | Verbraucher- und Fachmärkte | Region Hannover | Karte 32/2

Informationen

Das Fachmarktzentrum Lahe/Altwarmbüchen erstreckt sich entlang der BAB A2 und liegt zu einem Teil auf dem Gebiet der Stadt Hannover und zu einem anderen Teil auf dem Gebiet der Gemeinde Isernhagen, Ortschaft Altwarmbüchen. Die Entfernung zur City von Hannover beträgt ca. zehn Kilometer. Das Fachmarktzentrum ist nach 1971 auf der grünen Wiese entstanden und hat sich kontinuierlich zu einer der größten Konzentrationen von Verbraucher- und Fachmärkten in Norddeutschland entwickelt.
Neben dem Porta-Möbelhaus und einigen Baumärkten zählt das real-SB-Warenhaus zu den Kern- und Magnetbetrieben im Fachmarktzentrum. Zahlreiche kleinere Fachmärkte und gastronomische Betriebe runden den Angebotsmix ab.
Um den zuerst angesiedelten Nahrungsmittel- bzw. Verbrauchermarkt gruppierten sich bis Anfang der 1980er-Jahre Fachmärkte, Einzelhandelsgeschäfte sowie Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe. Zwischen 1988 und 1993 erfolgten einige Umstrukturierungsmaßnahmen im Gebiet im Rahmen der Anpassung an heutige Marktgegebenheiten.
Aufgrund der begrenzten Kapazitäten sind die Verkaufsflächen im Erdgeschossbereich zunehmend durch Verkaufsflächen in den Obergeschossen ergänzt worden. Insgesamt stehen im Fachmarktzentrum Lahe/Altwarmbüchen rund 120 000 m² Verkaufsfläche zur Verfügung. Seit 2005 bestehen Planungsrechte für die Errichtung eines Möbelhauses mit ca. 40 000 m² Verkaufsfläche auf dem Gebiet der Gemeinde Isernhagen, die jedoch noch nicht umgesetzt wurden.
Gewerbesteuereinnahmen fließen infolge der Lage auf der kommunalen Grenze zwischen Stadt und Region sowohl der Landeshauptstadt Hannover als auch der Gemeinde Isernhagen-Altwarmbüchen zu.
Die 2006 realisierte Stadtbahnlinie 3 als Verlängerung von der Haltestelle Lahe bis zur Ortschaft Altwarmbüchen erschließt das Fachmarktzentrum Gewerbegebiet für Wohnbevölkerung, Kundschaft und Arbeitnehmer. Die meisten Kunden erreichen das Einkaufszentrum über die Autobahnen, Schnell- und Bundesstraßen mit dem Auto in 15 bis 20 Minuten Fahrzeit (s. Größen der Parkplätze). Das Einzugsgebiet umfasst die vorwiegend östlich und nördlich der Stadtmitte von Hannover gelegenen Stadtteile sowie die im Umland lebenden Verbraucher.
Der bestehende Einzelhandel der Kernstadt muss, um konkurrenzfähig zu bleiben, ein spezialisiertes, hochwertiges Warenangebot führen. Zudem müssen die Geschäfte in zentraler Lage gut erreichbar sein. Neben den zentralen Verwaltungs- und Dienstleistungsangeboten dienen vor allem attraktive Einkaufs- und "Bummeleinrichtungen" wie Passagen, Arkaden und Warenhäuser und die Vielfalt zentrenrelevanter kultureller und gastronomischer Einrichtungen als Frequenzbringer.
Die dezentralen Verbraucher- und Fachmärkte in der Peripherie von Hannover konkurrieren mit dem Einzelhandel am zentralen City-Standort vor allem über den Preis, die Erreichbarkeit mit dem Auto und das Warensortiment (sogenannte Schnelldreher). Die Wettbewerbsstrategie unterscheidet sich grundsätzlich von derjenigen der Kernstadt: Kostengünstig gebaute Gebäude stehen auf vergleichsweise preiswerten Grundstücken. Die Personalkosten sind (abgesehen vom Fachpersonal) aufgrund des hohen Anteils von Selbstbedienungswaren niedriger als in der City. Neben der guten Erreichbarkeit an einem Knotenpunkt des regionalen Straßenverkehrsnetzes besteht ein großzügiges Parkplatzangebot, das kurze Wege für den Transport der Waren zum Auto bedeutet.
Einkaufen im Fachmarktzentrum Lahe/Altwarmbüchen ist demzufolge ein funktional bestimmter Vorgang — ohne (stadt-)atmosphärischen Hintergrund.
R. Meyer

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