Afrika - Vegetation im Juli

Afrika - Klima

978-3-14-100385-7 | Seite 126 | Abb. 4
Afrika | Vegetation im Juli | Afrika - Klima | Karte 126/4

Überblick

Auf dem Satellitenbild leicht zu erkennen ist ein dunkelgrüner Streifen dichter Vegetation in Äquatornähe, während die helle Tönung in den weiter polwärts gelegenen Bereichen eine dünne oder fehlende Vegetation anzeigt. Im Norden des Kontinentes gibt es größere Vegetationsinseln nur im Atlasgebirge und im Nildelta. Im Süden dagegen gibt es sowohl an der Küste des Indischen Ozeans als auch an der Kapspitze eine ganzjährig stärkere Grünbedeckung.

ITC im Jahresverlauf

Die sich im Jahresverlauf verändernde Lage der ITC ist verantwortlich für den Wechsel von Regen- und Trockenzeit in weiten Teilen Afrikas. Im Juli zieht sich die ITC am südlichen Rand der Sahara von Westen nach Osten. An der ITC treffen die Passate aus Süden (feucht) und Norden (trocken) aufeinander, die Luftmassen steigen auf, kühlen sich ab, kondensieren und es fallen ausgiebige Niederschläge. Somit ist der südlich der ITC gelegene Bereich recht niederschlagsreich, was sich auch auf die Vegetation auswirkt. In der Sahelzone zeigt das Satellitenbild im Juli mehr Grün, das heißt, die Regenzeit führt hier zu einer Ausbreitung und Entfaltung der Vegetation.

Vegetationszonen

teristikum ist außerdem die gleichmäßig über das Jahr verteilte Entwicklung der Sprossen, Blüten und des Laubfalls. Im Norden und Süden wird der Regenwald von einem ca. 100 Kilometer breiten Band halb-immergrüner, zum Teil laubwerfender Regenwälder umschlossen, die auch als immergrüne Saisonregenwälder bezeichnet werden. Ihnen schließen sich die Savannenformationen an, die sich je nach Anzahl der ariden Monate (3–7) und der Höhe der mittleren Jahresniederschläge (400–1600 mm) ausgebildet haben: von Feuchtsavanne über Trockensavanne bis zur Dornsavanne. Die Feuchtsavanne baut sich aus Waldungen mit einer Höhe von 18–20 Metern auf, die mit Grasfluren und lichten Gehölzbeständen wechseln. Weiter polwärts folgt bei weniger als 6–7 humiden Monaten und mittleren Jahresniederschlägen von unter 1000 Millimetern die Trockensavanne. Mit nur noch 2–4,5 humiden Monaten folgt die Dornsavanne (250–500 mm). Sie zeichnet sich durch eine schüttere Grasdecke und Dorngehölze aus. Die meisten heutigen Gehölz- und Grasformationen sind Folge menschlicher Eingriffe und der Vegetationsdegradierung (= Verschlechterung der Vegetation). In den weiter polwärts folgenden Halbwüstenformationen treten Gräser und dornige Kleinsträucher auf, bei episodischen Niederschlägen keimt eine Regenvegetation. Auch in den sich anschließenden Wüsten finden sich vereinzelt Gräser und Flechten. Im mediterranen Nord- und Südsaum sind typische Hartlaubgewächse bzw. Macchienformationen verbreitet.

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