Afrika südlicher Teil - physisch

Afrika südlicher Teil – physisch

978-3-14-100782-4 | Seite 138 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 16.000.000
Afrika südlicher Teil | physisch | Afrika südlicher Teil – physisch | Karte 138/1

Informationen

Fast das gesamte Süd- und Ostafrika liegt in relativ großer Höhe (Hochafrika). Größere Ebenen gibt es nur an der Ostküste am Indischen Ozean.
Der Süden des Kontinents wird von einem sehr alten und tektonisch ruhigen Schild gebildet. Er ist in Becken und Schwellen gegliedert (zum Beispiel Lundaschwelle, Kalaharibecken), wobei die Gebirgseinrahmungen der Becken z. T. sehr hoch sind (zum Beispiel Drakensberge) Diesem Teilraum stehen im Osten die von aktiver Tektonik betroffenen Hochländer und Grabenstrukturen gegenüber.
Den Oberflächenstrukturen folgt das Gewässernetz (Beckenflusssystem des Kongo, Grabenseeketten, im Kalaharibecken: Wadis und der dort in einem Binnendelta endende Cubangofluss). Auffällig ist auch der Gegensatz zwischen der Ost- und der Westküste (vgl. Anmerkungen zum Klima). Er wird durch sehr unterschiedliche klimatische Bedingungen verursacht. Während die Ostküste im Luv von Passatwinden regelmäßige und hohe Niederschläge erhält, dominieren an der Westküste küstenparallele Windströmungen und der kalte Benguela-Meeresstrom, sodass dort nur sehr geringe Niederschläge fallen.
Die größten Höhen im Süden des Kontinentes werden am Kilimandscharo und den anderen großen Vulkanen Ostfrikas sowie in den Drakensbergen erreicht.
Madagaskar und die umliegenden Inselgruppen bilden einen eigenen Teilraum.
M. Felsch