Globale Arbeitsmigration mit dem Diercke Weltatlas digital

Die hier vorgestellte Migrations-Karte ist ein Beispiel für die Vielschichtigkeit und den Mehrfachnutzen des Diercke digital. Anhand der verwendeten Karte wird deutlich, welche Vorteile der Einsatz digitaler Kartentools, wie dem Diercke Weltatlas digital für den Unterricht, speziell für die Herausarbeitung komplexer Informationen hat.

Unterrichtsziel
Das vorliegende Unterrichtsbeispiel zielt darauf ab, die Dimensionen globaler Migration zu verstehen und zu erkennen, welche Dynamiken den Migrationsströmen zugrunde liegen. Dies geschieht mit dem Diercke Weltatlas digital mittels der Karte des Asiatisch- Pazifischen Wirtschaftsraums – Arbeitsmigration.
Mit dieser Karte wird zum einen an bereits bekannte Karten wie Europa - Migration und Migration angeknüpft, zum anderen wird der Fokus auf die Region des asiatisch- pazifischen Wirtschaftsraums gelenkt. Im Gegensatz zur Karte globaler Migration im Atlas ist die hier verwendete Karte kleinräumiger und greift eine Region heraus, die besonders unter dem Einfluss des globalen Wandels steht.


Vorwissen
Für die Bearbeitung des Themas ist ein inhaltliches Vorwissen bezüglich verschiedener Migrationsarten nötig. Dies kann mittels der Karte Migration/Erde vorbereitet bzw. abgefragt werden. Die technische Verwendung der Software ist nahezu selbsterklärend und bedarf keiner weiteren Erklärung. Es besteht die Möglichkeit den Schülern den sogenannten Funktionenspicker zur Verfügung zu stellen. Dieser befindet sich hier und bietet eine übersichtliche Einführung in alle Funktionen des Diercke Weltatlas digital.


Vorbereitung
Starten sie mit ihrer Klasse die Karte Asiatisch- Pazifischer Wirtschaftsraum – Arbeitsmigration im Diercke Weltatlas digital mit einer Komplettansicht der Karte. Erst in einem zweiten Schritt sollten sie den Komplexitätsrahmen reduzieren. Sie bieten den Schülern auf diese Weise unterschiedliche thematische Zugänge und konzentrieren sich auf einzelne Darstellungsoptionen.


Abb. 2: Verwendeter Kartenausschnitt
Abb. 3: Asiatische Binnenwanderung
Abb. 4: Phillippinische Arbeitsmigration


Unterrichtsverlauf
Die Schüler erarbeiten einzeln oder in Kleingruppen einen ersten Überblick über die Region. Sie können sich auf diese Weise in die Grundkarte einlesen und eine erste Verortung vornehmen. Durch Entfernen bzw. Hinzufügen der verschiedenen Kartenebenen sollen die Schüler die unterschiedlichen Wanderungsbewegungen erkennen und bewerten können. Aufgrund der insgesamt übersichtlich gestalteten Informationstiefe ist es nicht notwendig sich nur auf einen Darstellungsmodus zu konzentrieren. Je nach Leistungsstand der Klasse kann zunächst eine reduzierte Ansicht einen einfacheren Einstieg ermöglichen. Die Schüler können selbständig in den unterschiedlichen Ebenen Signaturen ein und ausblenden und erhalten auf diese Weise einen guten Eindruck von den dargestellten Themenkomplexen. So sollte z.B. deutlich werden, dass ökonomisch stärkere Regionen eine erhöhte Einwanderung erfahren.
Dieses Vorgehen erlaubt einen Blick auf die verschiedenen in der Karte enthalteen Phänomene. Die Schüler sollen im Anschluss eine Beschreibung der Karte vornehmen und die darin enthaltenen Informationen hypothesenartig formulieren und dabei sowohl karteninterne als auch kartenexterne Informationen nutzen. Durch die Verwendung der verschiedenen Signaturen und unter Zuhilfenahme der ausführlichen Legende sollen die Hypothesen verfestigt werden.

Die formulierten Aufgaben:

  • Beschreibe die Migrationsströme und stelle Aussagen über die unterschiedlichen Berufsgruppen der Auswanderer an.
  • Versuche zu erklären, warum der philippinische Staat ein großes Interesse an der Arbeitsmigration haben könnte.

Indem die Schüler unter Zuhilfenahme der Karte Migration / Erde zusätzlich andere Großregionen herausarbeiten, die in vergleichbarem Maß in globale Arbeitsmigrationsprozesse eingebunden sind, kann der Schwierigkeitsgrad je nach Leistungsstand erhöht werden, diese sollen sowohl im Ausmaß als auch in der Art der Migration beschrieben werden und können, zum besseren Vergleich, im Splitscreen Modus nebeneinander gestellt werden.